Freie Wohlfahrtspflege warnt:
Finanzieller Druck auf Einrichtungen und Dienste gefährdet weiterhin soziale Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Berlin, den 25.02.2026 – Eine aktuelle Umfrage unter Einrichtungen und Diensten der Freien
Wohlfahrtspflege zeigt eine weitere Verschärfung der finanziellen Situation im sozialen Sektor. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der anhaltende Ressourcenmangel nicht nur konkrete Hilfsangebote, sondern auch Möglichkeiten des freiwilligen Engagements bedroht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Reform des Sozialstaates in Deutschland und der Haushaltsverhandlungen für die kommenden Jahre warnen die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (AWO Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Paritätischer Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Deutschland und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), dass ohne stabile soziale Infrastruktur weder gesellschaftliche Teilhabe noch sozialer Zusammenhalt dauerhaft gewährleistet werden können.
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DIW-Studie zur Vermögenssteuer: AWO fordert gerechte Besteuerung von Vermögen
Berlin, 06.02.2026 – Zur heute veröffentlichten Studie des DIW zu Aufkommens- und Verteilungswirkungen einer Vermögenssteuer kommentiert AWO-Präsident Michael Groß:
„Die extrem ungleiche Verteilung von Vermögen in Deutschland ist ein Skandal. Während die einen Jahr für Jahr höhere Milliardenbeträge auf dem Konto haben – oft völlig leistungslos durch Erbschaften –, nimmt die Zahl derer, die von Armut bedroht sind, weiter zu. Wie Zahlen des Statistischen Bundesamts diese Woche gezeigt haben, stieg die Zahl der Armutsgefährdeten allein im letzten Jahr um 300.000 an. Diese Gerechtigkeitslücke ist eine schwere Hypothek für unsere Demokratie, denn Menschen erwarten zurecht, dass die Demokratie für faire, gleichwertige Lebensbedingungen sorgt.
Als AWO fordern wir seit Jahren eine gerechte Besteuerung von Vermögen, und dazu gehört u.a. die Wiedererhebung der Vermögenssteuer. Wie die neue Studie des DIW zeigt, ergäbe sich schon bei einem Steuersatz von nur 1 Prozent (und Freibeträgen in Millionenhöhe!) ein jährliches Steueraufkommen von 42 Milliarden Euro. Als „Ländersteuer“ käme die Vermögenssteuer direkt den Bundesländern zugute. Aus unserer sozialen Arbeit vor Ort wissen wir, unter welchem Sparzwang Länder und Kommunen stehen und wie sich dies in Form von Kürzungen bei sozialen Einrichtungen niederschlägt. Wir sollten die Reichsten in unserem Land dringend stärker daran beteiligen, dass Kitas, Schulen und soziale Angebote funktionieren. Das wäre ein wichtiger Schritt, um insbesondere Menschen in benachteiligten Quartieren zu unterstützen.“
Wir unterstützen den Code of Conduct Demokratische KI
Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) ein. Deshalb haben wir den Code of Conduct Demokratische KI unterzeichnet – eine Selbstverpflichtung, die acht zentrale Prinzipien für demokratische Technologiegestaltung festhält.
Der Code of Conduct wurde in einem Prozess gemeinsam mit über 50 Organisationen der Zivilgesellschaft entwickelt und bietet Orientierung für den transparenten und partizipativen Umgang mit KI. Das Projekt wird von D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt umgesetzt und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert.
Mehr Infos zum Code of Conduct findet ihr unter demokratische-ki.de.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes führt vom 12. November 2025 bis 28. Februar 2026 die größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. Teilnehmen können alle Menschen ab 14 Jahren, die Diskriminierung erlebt haben. Die Umfrage ist anonym, barrierearm und in verschiedenen Sprachen verfügbar.
Ziel ist es, ein umfassendes Bild zu Diskriminierungserfahrungen zu erhalten und gleiche Rechte für alle zu stärken. Wir bitten Sie, die Informationen weiterzugeben und zur Teilnahme zu ermutigen.
Alle Details sowie den Online-Fragebogen finden Sie Hier




